Vaduz – Thun

Vaduz – Thun

Ein Spaziergang durch Vaduz am Wochenende. Und das gratis. Als Thuner schätze ich das. Keine 10-Franken-Gebühr wie am Thunfest. Und die Restaurants dürfen offen bleiben. Und auch das Coop. Gut, ob das Schüga aus dem Coop so als Bier wirklich so völkerverbindend ist, wie sie hier in Liechtenstein tun, ist die andere Frage. Aber wir sind irgendwie alle für den Weltfrieden wie unsere Leila (nicht Layla!) im Tele Bärn-Beitrag.

Im Stadion sind 1500 Leute, darunter über 100 Thuner und so gar keine Vaduz-Fankurve. Ob die Rheinwölfe in der Türkei ihren Rückflug verpasst haben? Wir Moskau-geschädigten Thuner hätten auf alle Fälle Verständnis dafür. Im entsprechend ziemlich ruhigen Stadion starten die Thuner auf den Zuschauerplätzen, aber auch auf dem Platz dominanter. In der 16. Minute gehen die Thuner durch Nicola Sutter beinahe in Führung. Er knallt den Ball nach einem Eckball wuchtig an die Latte. In der 18. Minute fällt das 0:1 aber dann doch. Nach einem Eckball landet der Ball auf den Füssen von Captain Marco Bürki, der für unsere Neun Mattäng perfekt auflegt. Ein Schuss, ein Tor, Thun führt. Und das bis zur Pause, in der wir alle Bier in diesen neuen 1 Franken-Depot-Bechern holen. Und noch ein gewisses anders Material. Denn zum Wiederanpfiff gibt es Rauch und Pyro im Gästesektor. Dann wechselt Vaduz Hadzi ein, der in der 57. Minute ausgleicht. Thun bleibt aber stark und Mattäng ist zwar weiterhin nicht der eiskalte Skorer aus dem Spiel heraus, aber in der 68. Minute steht er erneut goldrichtig. Abstaubertor, 1:2. Doch wieder gleicht Vaduz aus, in der 79. Minute trifft nämlich Cicek. Frustrierend für die Thuner, die endlich den ersten Saisonsieg möchten. Mattäng ist nicht mehr auf dem Platz, wohl aber Sutter. Und der schiesst nach 84 Minuten zum 2:3 ein. Vaduz drückt nun, aber jubeln dürfen erneut die Thuner. In der 91. Minute trifft der endlich wieder genesene Castroman zum 2:4.Und so feiern wir Thuner nach Abpfiff mit der Mannschaft – und zwar gegen alle Stadionverbote! Einen Sieg feiern wir, den wir zwar nicht nicht gratis sehen, sondern für 20 Franken Eintritt. Und doch fühlt sich das hier besser und fairer an als das Thunfest. Und für den Weltfrieden sind wir sowieso, Ehrenwort Leila.

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