- Season 2026 - 2027
Wir reisen gemeinsam als Einheit mit dem Zug nach Enschede. Sichere dir, solange es noch Plätze hat, ein Ticket für dieses einmalige Erlebnis. Es werden keine weiteren Wagons angehängt.
FAHRTZEITEN
Abfahrt ab Thun: zwischen 20:00 und 23:50 Uhr
(Aufgrund der aktuellen Organisation und der Koordination mit mehreren involvierten Ländern ist die genaue Abfahrtszeit derzeit noch nicht definitiv festgelegt. Die genannte Zeitspanne ist jedoch verbindlich. Die genaue Abfahrtszeit wird so bald wie möglich kommuniziert.)
Rückreise: Donnerstagabend nach dem Spiel.
TICKETPREISE
Aktuell kostet das Ticket 280 Franken. Sollten die Verkäufe wie erwartet verlaufen, werden wir die Preise senken. Wichtig: Die Verbilligung erhalten auch jene, die bereits bezahlt haben. Ihr werdet den entsprechenden Betrag nachträglich über das System zurückerstattet erhalten.
Anders als bei den nationalen SBB-Extrazügen haben wir hier einen Fixbetrag, den wir bezahlen müssen. Die Ticketpreise hängen deshalb davon ab, wie viele Personen den Zug nutzen. Je mehr Leute mitreisen, desto stärker können wir die Preise senken.
WAGEN
Der Extrazug verfügt über verschiedene Wagen:
• Soundwagen mit regionalen DJs
• Catering-/Barwagen
• Normalwagen
• Familienwagen / Ruhewagen -> Rauchverbot
VERPFLEGUNG
Der Extrazug verfügt über Gastrowagen. Wir überprüfen aktuell, was wir anbeiten werden.
NACHTRUHE
Die genauen Regelungen zur Nachtruhe werden derzeit noch definiert und zu einem späteren Zeitpunkt kommuniziert. Der Fokus liegt jedoch klar auf dem gemeinsamen Support und dem Auftritt in Enschede.
Auf eine einmalige und unvergessliche Reise nach Enschede!
Jetzt anmelden unter: https://blocksued.ch/de/europareise
- Season 2026 - 2027
- Vaduz – Thun
- |
- 1:2
- 20/09/2026
Meistertitel machen überheblich. Das gilt auf dem Platz, aber offenbar auch neben dem Platz. So kommt ein Ausschiesset-Debütant auf die Idee, eine Freinacht beim Meistertitel habe ihn genügend geeicht, um auch die Fulehung-Freinacht mit links meistern zu können. Und so betrinkt er sich auf der Reise nach Vaduz schon nahezu bis zur Besinnungslosigkeit und drängt dann trotzdem darauf, mitzukommen. Seine Erfolgsbilanz der Freinacht sei hier kurz zusammengefasst: Drama um eine verlorene Sporttasche am Zapfenstreich – gefunden wird sie schliesslich im WC-Wagen im Bälliz. Rückkehr nach dem kurzen Umziehstopp daheim mit exakt den gleichen FC-Thun-Kleidern wie zuvor – trotz der Abmachung, unserer Gruppe, dass wir alle nicht im Ultra-Outfit an den Ausschiesset gehen. Drama um ein kaputtes Handy, das ihm angeblich ein Passant «in der Stadt» aus der Hand geschlagen hat und anschliessend absichtlich darauf herumstampft ist. Wortgefecht im Restaurant Turm mit dem Beizer samt anschliessendem Lokalverbot. Schikanieren eines eingeschlafenen Kollegen in der Sportbar Dunon. Und Betteln am Tisch, weil angeblich das Geld ausgegangen ist. Getränke bestellt er allerdings die ganze Nacht munter weiter. Bezahlt wird offenbar mit seinem Charme. Drama auf der Tanzfläche im Chäs mit anschliessendem Herausstürmen. Ob Panikattacke oder Rempelei, sehe ich um halb fünf morgens ja auch nicht durch meine Sonnenbrille. Dafür dann kurz nach fünf Uhr auf dem Rathausplatz noch ein Wortgefecht des Ausschiesset-Debütanten mit einem Passanten. Diese Fulehung-Stunde bis zum Tagewache-Umzug ist ihm dann aber zu langweilig, weshalb er sich weit vor 6 Uhr Richtung Beiz verabschiedet. Leistung ungenügend, werter Kollege. Möge es für dich noch mal in deinem Leben eine Meistertitel-Freinacht geben. An einer Fulehung-Freinacht will ich dich nie mehr sehen. «De chumi o nie meh a e Uswärtsmätch!» werde ich von dir nach dieser Aussage angebellt. Ist notiert. Aber du weisst das eh nicht mehr, wenn du deinen Rausch ausgeschlafen hast.
Eigentlich hätte es gar keinen Grund für eine solche Eskalation im Vollsuff gegeben. Denn das Ausschiesset-Intermezzo in Liechtenstein war aus Thuner Sicht überraschend erfreulich. Mit viel Konfetti und Papierschlangen vor Anpfiff und auch ordentlich viel Rauch. Doch nicht nur unsere Fankurve startet mit viel Schwung in den sonnigen Fussballnachmittag, sondern auch die Vaduzspieler. Vaduz drückt die Berner Oberländer in die eigene Platzhälfte zurück und wirbelt dort schier ohne Ende. In der 29. Minute sorgt Lang für den ersten wirklich grossen Aufreger des Nachmittags. Nach einer Hereingabe trifft der Verteidiger aus aussichtsreicher Position die Latte. Vaduz bleibt am Drücker, schlägt weitere Flanken in den Strafraum und kommt erneut über Lang zum Abschluss, doch diesmal fliegt der Ball knapp über das Tor. Die Berner Oberländer haben in dieser Phase kaum noch Entlastung, treffen aber ausgerechnet dann, als das 1:0 von Vaduz nur noch eine Frage der Zeit ist. In der 33. Minute verlängert Labeau einen hohen Ball, Dursun startet perfekt in die Schnittstelle der Vaduzer Abwehr und bleibt vor Schaffran eiskalt. Der Angreifer schiebt zur überraschenden 0:1-Führung für Thun ein. Für die Gastgeber ist der Rückstand äusserst bitter, weil sie zuvor dem Führungstreffer deutlich näher standen. Bis zur Pause bleibt Vaduz weiter spielbestimmend, der Ball geht aber nicht rein.
Zeit, eine Viertelstunde durchzuschnaufen – und passend zum Tag ein paar Fulehung-Rufe anzustimmen. Die Fussballrealität hat uns allerdings früh genug wieder im Griff. Konkret in der 47. Spielminute. Nach einem Eckball und einem wilden Gerangel landet der Ball tatsächlich im Thuner Tor. Im Rheinpark jubeln die Heimfans bereits, doch Schiedsrichter Prskalo pfeift den Treffer umgehend zurück. Zoukit war im Strafraum zu Fall gebracht worden, Vaduz bekommt das vermeintliche 1:1 wegen eines Offensivfouls aberkannt. Statt des möglichen Ausgleichs folgt kurz darauf der nächste Paukenschlag der Thuner. In der 49. Minute verliert Vaduz nach einer eigenen Druckphase den Ball und läuft direkt in einen Konter. Dursun behauptet den Ball stark und legt vor dem Strafraum quer auf Reichmuth. Der Thuner Offensivspieler bleibt eiskalt und schiebt den Ball präzise an Schaffran vorbei zum 0:2 ins Netz.
Die Hausherren versuchen sofort zu reagieren. Lang verpasst in der 53. Minute per Kopf nur knapp den Anschlusstreffer. Doch je länger die zweite Halbzeit dauert, desto mehr Räume bieten sich resultatbedingt den Gästen. Reichmuth lässt zwischen der 55. und 62. Minute gleich mehrere Grosschancen zur Vorentscheidung aus. Zuerst scheitert er alleine vor Schaffran, danach verzieht er knapp am Pfosten vorbei und schliesslich bleibt er nach einer starken Ablage von Labeau an einem Verteidiger hängen. Auf der Gegenseite verhindert Steffen in der 61. Minute gegen Stark eine gefährliche Situation. Vaduz bemüht sich, doch die Angriffe wirken zunehmend ideenlos. Weil die Thuner ihre Möglichkeiten zum dritten Treffer nicht nutzen, bleibt das Heimteam aber im Spiel. In der 73. Minute passiert es dann. Dalipi schlägt eine präzise Flanke in den Strafraum. Monsberger steht völlig frei und nickt den Ball aus kurzer Distanz zum 1:2 ein. Die Schlussphase entwickelt sich zu einem offenen Schlagabtausch. Vaduz wirft alles nach vorne und kommt durch Monsberger in der 84. Minute beinahe zum Ausgleich, sein Kopfball fliegt jedoch knapp am Tor vorbei. Auf der anderen Seite vergeben die Thuner beste Kontergelegenheiten. Christofferson legt sich etwa den Ball in der 89. Minute einen Tick zu weit vor, ehe es in der 90. Minute vor dem Thun-Tor noch einmal dramatisch wird. Djokic setzt sich auf der linken Seite durch und spielt den Ball perfekt zurück. Cocic steht aus rund elf Metern völlig frei vor dem verwaisten Tor, setzt seinen Abschluss aber über die Latte. Edy Total Brutal und die anderen Heimfans können es kaum fassen. Auch in der Nachspielzeit bleibt es hektisch. In der 93. Minute verpasst Thun die endgültige Entscheidung, als Labeau bei einem Konter ausrutscht und eine sichere Abschlussmöglichkeit verloren geht.
Kurz darauf beendet Schiedsrichter Prskalo die Partie. Es ist ein schmeichelhafter Sieg für Thun, aber die drei Punkte nehmen wir natürlich gerne mit nach Hause beziehungsweise direkt an den Ausschiesset. Und spätestens als ich am Dienstagnachmittag mit dem meisterlichen Fulehung auf ein Bier anstosse, ist auch der Ärger der Freinacht vergessen. Einmal Thun, immer Thun.
- Season 2026 - 2027
- Thun – Servette
- |
- 2:4
- 16/09/2026
Der Thuner Tägu schreibt in seiner Montagsausgabe über die Rote Karte von Marco Bürki im GC-Spiel: «Zum dritten Mal innert weniger Monate wird der 33-Jährige des Feldes verwiesen, erneut schwächt er seine Mannschaft nachhaltig. In Fanforen wird er heftig angegriffen.» Quellen nennt Sportreporter-Guru Adrian Horn keine. Die Zeitungsseite lässt uns erst ratlos zurück. Weil wir von thunfans.ch haben nicht in den allgemeinen Shitstorm-Chor eingestimmt. Nach längerem Suchen spüren wir die Quelle des Ärgers selbst auf: Das einzige Thuner Fanforum, das voller Anti-Bürki-Sprüche ist und in dem gleichzeitig ausschliesslich geprüfte Fans mit Thun-Bezug schreiben dürfen, ist die Facebookgruppe Härzbluet FC Thun. Merken wir uns für den nächsten Bettelbriefversand. Am Matchtag meldet sich dann auch Party-Kernen mit einer bissigen Forderung in seiner Matchprognose zu Wort: Man müsse Bürki die Captainbinde wegnehmen, weil er als Captain kein Vorbild mehr sei. Sein Vorschlag für die Nachfolge: Niklas Steffen oder Justin Roth. Wir müssen zugeben: Roth als neuer Captain wäre schon eine tierisch freche Pointe. Eigentlich teilen wir aber die Meinung des Berner Zeitung-Kommentstspalten-Laferis Peter Huber II, wobei die römische Zwei wohl für seine zwei Meisterfeiern im Frühling 2026 stehen: «Vergleichen wir doch mal die beiden Meisterteams von Ende April. Beim FC Thun war Marco Bürki Captain, bei Gottéron Julien Sprunger. Auch Sprunger hatte über längere Zeit den Ruf eines Wiederholungstäters wegen mehreren Checks gegen den Kopf und häufigen Sperren. Er hat sich wieder in den Griff gekriegt. Vom Gleichen gehe ich bei Bürki aus.»
Bei leichtem Regen starten die Thuner um Punkt 19 Uhr in ein wegweisendes Duell, in dem beide Mannschaften vor dem Anpfiff bei sieben Punkten stehen. Doch für den Meister beginnt die Partie denkbar schlecht. Nach gerade einmal 20 Sekunden hat Lambourde viel Raum vor sich und zieht aus rund 20 Metern ab. Der Ball fliegt nur knapp am rechten Pfosten vorbei. Die Thuner entgehen dem frühen Rückstand noch, doch nur wenige Minuten später liegt der Ball tatsächlich hinter Steffen im Tor. In der 4. Minute verlängert Lambourde einen Ball in die Tiefe. Die neu formierte Thuner Abwehr bekommt keinen Zugriff, Mutandwa setzt sich gegen zwei Oberländer durch und lupft den Ball über Steffen hinweg ins Tor. Servette führt 0:1 und der Meister muss früh einem Rückstand hinterherlaufen. In der 10. Minute bietet sich den Thunern die Chance zum Ausgleich. Nach einem schönen Angriff kommt Strannegard zentral zum Abschluss, verzieht aber deutlich. In der 14. Minute klärt Burch zum ersten Thuner Eckball. Daraus entwickelt sich eine weitere Möglichkeit. Ein Abschluss von Zoukit wird geblockt, Labeau bringt den Ball nochmals ins Zentrum und Bürgy kommt vor Servette Torhüter Gertmonas etwas unverhofft an den Ball. Sein Abschluss geht in der 15. Minute knapp am linken Pfosten vorbei. Die Thuner werden stärker und übernehmen in der 18. Minute zunehmend das Spieldiktat. Zwei Minuten später legt Labeau den Ball schön für Saiz quer, doch Mendes wirft sich in den Abschluss und verhindert den Ausgleich.
Doch genau in der Phase, in der die Oberländer besser ins Spiel finden, schlägt Servette erneut zu. In der 29. Minute verlieren die Thuner den Ball am gegnerischen Strafraum und ermöglichen den Genfern einen Konter mit drei Angreifern gegen zwei Verteidiger. Lambourde wird auf der rechten Seite freigespielt, zieht zur Mitte und setzt seinen Distanzschuss präzise ins Tor. Steffen ist ohne Chance, Servette führt 0:2. Die Reaktion des Heimteams lässt jedoch nicht lange auf sich warten. In der 38. Minute fällt endlich der erste Thuner Heimtreffer in dieser Meisterschaft. Reichmuth spielt Saiz am Elfmeterpunkt schön frei. Der Thuner zieht direkt ab, der Ball wird noch von einem Servettien abgefälscht und dadurch für Gertmonas unhaltbar. Saiz bringt die Thuner mit dem 1:2 zurück ins Spiel. Im vierten Heimspiel der Meisterschaft dürfen die Oberländer doch tatsächlich erstmals vor eigenem Anhang über ein Tor jubeln. Nach einer Minute Nachspielzeit geht es mit einem knappen Rückstand in die Pause. Bier holen.
Die Thuner kommen engagiert aus der Kabine und setzen Servette sofort unter Druck. In der 47. Minute bringt Fehr eine gute Flanke in die Mitte, Labeau wird dort von Allix entscheidend gestört. Eine Minute später erhält Servette nach einem Foul von Bamert an der Strafraumgrenze einen Freistoss aus gefährlicher Distanz. Lambourdes Versuch bleibt in der Thuner Mauer hängen, der Nachschuss fliegt am Tor vorbei. In der 49. Minute segelt eine weitere gefährliche Flanke von Reichmuth durch den Genfer Strafraum, gleich zwei Thuner verpassen die Hereingabe knapp. Dann fällt der verdiente Ausgleich. In der 54. Minute spielen die Thuner einen starken Angriff aus. Fehr kommt an der Strafraumgrenze völlig frei zum Abschluss, doch sein Versuch wird geblockt. Der Ball springt Saiz vor die Füsse, der den abgefälschten Nachschuss direkt nimmt und im Tor unterbringt. Der Thuner Angreifer schnürt damit den Doppelpack und erzielt das 2:2. Das Heimteam ist nun voll im Spiel und drängt auf die Führung.
In der 62. Minute scheint die Wende perfekt. Christoffersson verlängert den Eckball per Kopf, der Ball landet vor den Füssen von Bürgy und der Thuner Innenverteidiger schiesst ein. Die Thuner jubeln über das vermeintliche 3:2, doch der Jubel hält nicht lange an. Der VAR schaltet sich ein und überprüft die Szene. Schliesslich wird der Treffer wegen eines Foulspiels der Thuner im Strafraum aberkannt. Aus der vermeintlichen Führung wird Enttäuschung. Das 3:2 zählt nicht.
Und es kommt unmittelbar danach bitter für die Oberländer. In der 65. Minute kommt Servette zum nächsten Angriff und erzielt aus dem Nichts die erneute Führung. Nach einem Eckball landet der Ball bei Allix. Der Genfer zieht aus der Distanz ab und trifft präzise in die rechte Torecke. 2:3.
Die Thuner geben sich nicht geschlagen. In der 71. Minute taucht Labeau alleine vor dem Genfer Torwart auf, legt sich den Ball jedoch etwas zu weit vor. Kurz darauf ertönt zudem der Abseitspfiff. In der 81. Minute fällt Dursun im Sechzehner nach einem Zweikampf mit Burch zu Boden, Schiedsrichter Von Mandach entscheidet jedoch auf Weiterspielen. Party-Kernen tobt, ich bin mit dem Schiriverdikt über den bissigen Zweikampf einverstanden. In der 86. Minute fällt schliesslich die Entscheidung. Kristal verliert im Thuner Spielaufbau unnötig den Ball. Sino schaltet sofort um, zieht davon und spielt den freistehenden Fofana an. Dieser muss den Ball nur noch einschieben und trifft zum 2:4. Servette erzielt damit mit seinem vierten Torschuss den vierten Treffer.
Die beiden Fankurven machen sich an diesem verregneten Mittwochabend unterschiedlich bemerkbar. Während die Thunfans immer mal wieder Pyros zünden, ziehen die Servette-Fans gleich dreimal Spruchbänder hoch. Vor allem das dritte, zweiteilige Spruchband hat es in sich: «SFC: les yeux fermés, le pantalon baisse,
on a pas la meme definition du mot loyauté.» Jeder Verein hat seine eigenen Probleme.
Dann ist Schluss. Thun verliert 2:4. Was uns von thunfans.ch zum Schluss kommen lässt, dass Thun besser statt über Bürki über den Trainer diskutieren würde. Wegen der himmeltraurigen Heimbilanz ist es noch ein Punkt Vorsprung auf den direkten Abstiegsplatz. Und am Fulehung-Sonntag geht es nach Vaduz.
- Season 2026 - 2027
- Thun – GC
- |
- 0:1
- 12/09/2026
Ein GC-Auswärtsspiel. Zugchaos ist vorprogrammiert. Aber nein: Zumindest heute liegt es nicht an der GC-Kurve. Nach Abpfiff müssen die Matchbesucher einen kurzen Zug Richtung Bern nehmen, der bereits mit Touristen übervoll ist. Und was macht der Kondukteur? Er fordert die zahlreichen stehenden Passagiere per Lautsprecher auf, bei Reiseziel Bern auf die S-Bahn umzusteigen. Was er hingegen nicht macht: Seinen Kondukteurkollegen des Anschlusszugs nach Zürich aufzufordern, in Bern zwei bis drei Minuten mit der Abfahrt zu warten. Die Folge: Wegen der durch die Überfüllung entstandenen Verspätung verpassen sämtliche Passagiere den Anschlusszug. Viele Touristen und Fans dürfen deshalb auch auf der Strecke von Bern nach Zürich stehen. Bravo, SBB. Ob diese Arschkarte für Thun–Zürich-Reisende wohl ebenso viel Medienecho auslöst wie notbremseziehende GC-Fans?
Wesentlich mehr Spass als die Rückreise macht das Eintrinken vor dem Spiel – bei Sonnenschein an der schönen, grünen Aare, die voller Fische ist. Der Biertreff entpuppt sich als regelrechtes Meet & Greet mit den Party-Kernen und Edy Total Brutal. Ich bekomne sogar eine Autogrammkarte von Edy. Wow. Fleissig werden Biere geöffnet und TikTok-Videos gedreht. Danach will Edy noch in den Fanshop, um sich einmal mehr als Thunfan zu verkleiden. Ein Meister-Shirt muss her, dazu natürlich auch ein Thunschal. Und das ausgerechnet eine Woche, bevor sein FC Vaduz gegen Thun spielt. Das sorgt für einige kritische Reaktionen, auch bei den Jungs vom Block Süd. Immerhin hat er dieses Mal kein Ticket für die Stehkurve gekauft, sondern für den Sektor C. So wird er im Stadion immerhin geduldet.
Der FC Thun erwischt den besseren Start. Bereits nach zwei Minuten holen die Oberländer den ersten Eckball heraus, wenig später sorgt ein Freistoss nach einem Foul an Dursun für Unordnung im GC-Strafraum. In der 8. Minute bietet sich Brighton Labeau die erste grosse Möglichkeit. Nach einem weiten Abstoss von Niklas Steffen kombiniert sich Thun über Dursun nach vorne. Labeau kommt aus rund elf Metern zum Abschluss, verfehlt das Tor aber. Thun ist in dieser Anfangsphase die aktivere Mannschaft. GC findet erst nach und nach besser in die Partie. In der 14. Minute zieht Stroscio nach einer kurz ausgeführten Ecke aus rund 20 Metern ab. Ein Thuner fälscht den Ball leicht ab, der Schuss fliegt über die Latte. Danach spielt sich vieles zwischen den Strafräumen ab. Das Spiel ist ausgeglichen.
Bis zur 23. Minute. Dann schlägt GC zu. Also mit dem Ball. Krasniqi setzt sich auf der linken Seite durch und bringt den Ball zur Mitte. Guibelalde kommt zum Abschluss, Thuns Torhüter Steffen kann den Schuss abwehren. Doch der Ball springt genau vor die Füsse von Samuele Bengondo. Der GC-Stürmer reagiert am schnellsten, steht goldrichtig und schiebt den Abpraller aus kurzer Distanz über die Linie. Steffen ist nach seiner ersten Parade geschlagen, Thun liegt 0:1 zurück. Die Partie verliert danach an Fahrt.
Bis zur 37. Minute. Dann schlägt Bürki zu. Also mit dem Ellbogen. Der Thuner Captain gerät nahe der Mittellinie mit Nikolas Muci aneinander und trifft den GC-Stürmer mit dem Ellbogen im Gesicht. Schiedsrichter Anojen Kanagasingam zückt sofort die Rote Karte. Bürki muss vom Feld, Thun spielt fortan mit zehn Mann. Für den Captain ist es ein weiterer unrühmlicher Eintrag in seiner persönlichen Statistik. Es ist bereits sein achter Platzverweis als Profi, zum vierten Mal sieht Bürki direkt Rot. Und besonders bitter: In seinen letzten neun Einsätzen wird er bereits zum dritten Mal des Feldes verwiesen. Nach einer Notbremse und zwei Tätlichkeiten kommt nun die nächste Rote Karte hinzu. Ich singe zwar «Freiheit für Bürki», bin aber genauso genervt wie die anderen Thunfans. Daran ändert auch nichts, dass GC bis zur Pause nicht mehr gross was reisst.
Wer nun erwartet, dass GC nach dem Seitenwechsel den Sack zumacht, kennt den Rekordmeister zu wenig gut. Thun übernimmt trotz Unterzahl zunehmend das Kommando. In der 48. Minute muss Steffen allerdings nochmals eingreifen. Nach einer schnellen Aktion über Clemente kommt Bengondo zum Abschluss, der Thuner Goalie pariert stark und verhindert das 0:2. Thun gibt sich nicht geschlagen. In der 52. Minute kommt Fehr nach einer Flanke zum Kopfball, bringt den Ball aber nicht mehr entscheidend aufs Tor. In der 58. Minute fehlt Bamert nicht viel zum Ausgleich. Nach einer Ecke kommt der Thuner Verteidiger aus dem Rückraum zum Volley, der Ball zischt knapp am Tor vorbei. Zwei Minuten später wird es erneut hektisch. Plange und Zoukit geraten aneinander und sehen beide Gelb, Zoukit wegen einer Schwalbe. GC wirkt trotz numerischer Überlegenheit zunehmend nervös. Die beste Thuner Phase folgt danach. In der 66. Minute kombinieren sich die Oberländer sehenswert durch den GC-Strafraum. Mambwa steht plötzlich frei, zögert jedoch einen Moment zu lange. Ein Zürcher Verteidiger wirft sich dazwischen und klärt zur Ecke. Der Ausgleich liegt in der Luft. GC zieht sich immer weiter zurück. Fast wirkt es, als würden die Zürcher und nicht die Thuner in Unterzahl spielen. Thun hat mehr Ballbesitz, mehr Torschüsse und mehr Eckbälle. Doch die entscheidende Szene bleibt aus. In der 74. Minute verhindert Steffen vielmehr mit einer starken Parade das 0:2. Nach einem GC-Eckball kommt ein Zürcher gefährlich zum Abschluss, der Thuner Torhüter reagiert glänzend. Je länger die Partie dauert, desto verzweifelter werden die Thuner Angriffe. Die Oberländer kommen in der 79. Minute zu einer guten Freistossmöglichkeit, doch GC klärt die Hereingabe problemlos. In der 85. Minute folgt bereits der zehnte Thuner Eckball. Wieder bleibt die Ausführung zu harmlos. Dann hat Thun Glück. In der 86. Minute läuft Thun in einen Konter. Steffen kommt weit aus seinem Tor und bringt Lee zu Fall. Der Thuner Torhüter sieht dafür nur Gelb. Hier hätte man auch Rot geben können. Es bleibt beim 0:1. Und daran ändert sich auch in den vier Nachspielminuten nichts mehr. Nicht jedes Team hat die Power von Sion.
GC zieht mit dem Sieg an Thun vorbei und steht vorübergehend auf Rang 7. Für Thun bleibt die Erkenntnis, dass trotz einer starken zweiten Halbzeit mehr möglich gewesen wäre. Gesprächsstoff liefert vor allem die Rote Karte gegen Bürki. Und in der chaotischen Zugfahrt Richtung Bern und Zürich haben wir ja jede Menge Zeit, darüber zu diskutieren.
- Season 2026 - 2027
- Sion – Thun
- |
- 3:2
- 06/09/2026
Kein Extrazug heute für mich. Ich müsste insgesant vier Stunden mehr Zeit für Hin- und Rückfahrt ins Wallis investieren als mit dem fahrplanmässigen Zug. Ganz allein unterwegs bin ich trotzdem nicht, in Visp treffe ich zwei Thunfans, die in den Walliser Bergen wohnen. Schnell kann ich Snus gegen Bier eintauschen und selbst den Ticketkauf kann ich so vom Zug aus regeln, weil eine befreundete Walliser Familie meiner Kollegen da schon vor dem Gästesektor steht. Ein weiteres Zeichen dafür, dass die Gästekurve heute trotz durchzogenem Saisonstart gut gefüllt ist. Und wer die Thuner im Stadion noch nicht bemerkt hat trotz grossem Aufmarsch, merkt es, als die Thuner zu Spielbeginn viele Pyros zünden. Das ist mal ein gelungener Empfang der beiden Teams.
Der FC Thun startet im Tourbillon schwach in die Partie. Bereits in der 2. Minute kommt Sions Baltazar Costa nach dem ersten Eckball aus rund 25 Metern zum Abschluss, setzt den Ball aber etwa einen Meter über das Thuner Tor. Vier Minuten später haben die Berner Oberländer Glück: Nach einem weiteren Corner von Donat Rrudhani kommt Numa Lavanchy zum Schuss, sein Versuch prallt jedoch von der Querlatte zurück ins Feld. Sion bleibt am Drücker. In der 8. Minute treten die Walliser bereits ihren fünften Eckball, eine Minute später verpasst Franck Surdez eine Flanke von der rechten Seite nur knapp. Thun steht tief und versucht, die Angriffswellen zu überstehen. Dann folgt in der 10. Minute der erste grosse Auftritt der Thuner. Fabio Fehr bringt den Ball von der Seite gefährlich in den Strafraum, wo Jan Bamert goldrichtig steht. Der ehemalige Sittener steigt in die Aktion ein und hämmert die Flanke kompromisslos in den Netzhimmel. Bamert bringt den Meister mit 1:0 in Führung. Der Verteidiger kennt den Strafraum im Tourbillon bestens, schliesslich hat er einst mehr als 100 Spiele für Sion absolviert. Thun erzielt damit mit seiner ersten nennenswerten Möglichkeit gleich den Führungstreffer, obwohl Sion bis dahin klar mehr vom Spiel hatte. Die Walliser lassen sich vom Rückstand nicht beeindrucken und erhöhen den Druck weiter. In der 16. Minute sieht Fode Sylla nach einem rustikalen Einsteigen verdient die Gelbe Karte. Das wird später noch wichtig werden. Zuvor fällt aber in der 21. Minute der Ausgleich. Nach einem weiteren Eckball bringt Donat Rrudhani den Ball wuchtig in den Fünfmeterraum. Dort setzt sich Noé Sow durch und drückt den Ball über die Linie. Niklas Steffen ist machtlos, Thuns Vorsprung ist dahin. Nach einer Trinkpause beruhigt sich die Partie zunächst etwas. In der 29. Minute sorgt Sions Winsley Boteli mit einer Einlage im Thuner Strafraum für Aufregung. Der Stürmer geht zu Boden, doch Schiedsrichter Mirel Turkes lässt zurecht weiterspielen. Thun findet langsam besser ins Spiel und verteidigt den Ausgleich mit zunehmender Sicherheit. In der 38. Minute bietet sich Sion dennoch eine grosse Möglichkeit. Fabio Saiz verliert rund 30 Meter vor dem eigenen Tor den Ball an Fode Sylla, der sofort Franck Surdez lanciert. Dieser zögert jedoch zu lange und verpasst damit eine aussichtsreiche Gelegenheit. In der 42. Minute kippt die Partie erstmals wirklich zugunsten der Thuner. Fode Sylla geht mit viel zu viel Risiko in einen Zweikampf mit Nils Reichmuth und trifft den Thuner rücksichtslos. Weil Sylla ja bereits verwarnt ist, zeigt ihm Turkes die zweite Gelbe Karte. Damit ist der Arbeitstag des Sittener Mittelfeldspielers beendet. Sylla muss vom Platz, Sion spielt fortan in Unterzahl. Eine gute Ausgangslage für Thun für die zweite Halbzeit.
In der Pause haben wir im Gästesektor aber erst mal eine andere Mission. Party-Kernen ist nach einer guten Woche Sicherheitscheck endlich bei Twint freigeschaltet worden. Also üben wir mit ihm das erste Mal Bierkauf mit Twint-Code einscannen. Es klappt zur allgemeinen Freude auf Anhieb. Ja dann Prost. Wenn Fussball doch auch so einfach wäre.
Nach dem Seitenwechsel reagiert Thun-Trainer Gian-Luca Privitelli und bringt Nico Maier, Justin Roth und Tom Strannegård für Olivier Mambwa, Mattias Käit und Dorian Derbaci. Sion nimmt zunächst keine weiteren Änderungen vor. Thun hat nun mehr Ballbesitz und versucht, die numerische Überlegenheit auszuspielen. Doch die Walliser ziehen sich nicht einfach zurück. In der 52. Minute wird es für Thun gefährlich. Fabio Saiz berührt den durchgebrochenen Donat Rrudhani an der Grundlinie. Der Kontakt ist leicht, doch Schiedsrichter Turkes entscheidet auf Elfmeter. Ein harter Entscheid. Rrudhani läuft gleich selber an und schiesst den Strafstoss flach in die Mitte. Niklas Steffen entscheidet sich für eine Ecke und ist geschlagen. Sion führt trotz Unterzahl plötzlich 2:1. Die Partie verliert zwischenzeitlich etwas an Tempo. Thun hat mehr Ballbesitz, Sion steht mit den verbliebenen zehn Spielern kompakt und verteidigt den Vorsprung leidenschaftlich. Die Thuner finden zunächst nur schwer eine Lücke. In der 71. Minute fällt dann aber doch der Ausgleich. Nach einem langen Einwurf landet der Ball bei Fabio Fehr. Der Thuner fackelt nicht lange und hämmert das Spielgerät mit einem satten Schuss ins Netz. 2:2. Der Treffer kommt nicht unbedingt mit Ansage, doch Thun nimmt ihn dankbar an. In der 76. Minute später scheint Thun die Partie endgültig zu drehen. Die Thuner spielen einen sehenswerten Angriff über Marco Bürki, ehe Furkan Dursun den Ball im gegnerischen Strafraum zur vermeintlichen Führung über die Linie bringt. Die Thuner jubeln. Ich selber habe nichts mitgekriegt, da ich mir gerade auf dem Handy die erschütternden Wahlerebnisse aus Sachsen-Anhalt anschaue. Ich weiss, Politik gehört nicht ins Stadion, aber 44 Prozent für die AFD sind echt zu viel. Immer und überall. Als ich schliesslich doch noch mitjubeln will, stelle ich fest, dass der Treffer gar nicht zählt. Dursun stand bei der entscheidenden Aktion hauchdünn im Abseits. Thun sucht weiter den Weg nach vorne. Doch der Punktgewinn ist trotz Überzahl noch nicht gesichert. In der 89. Minute muss Niklas Steffen seine ganze Klasse zeigen. Ilyas Chouaref zieht aus der Distanz ab, der Thuner Schlussmann reagiert stark und entschärft das Geschoss. Auch den anschliessenden Eckball übersteht Thun. Vier Minuten Nachspielzeit werden angezeigt. Thun wirft noch einmal alles nach vorne ohne aber zu reüssieren. Dann läuft die 94. Minute. Nochmsls Eckball für Sion. Die letzte Aktion des Spiels scheint bereits geklärt, doch der Ball springt nach einem Zweikampf noch einmal gefährlich in den Thuner Strafraum. Josias Lukembila steht goldrichtig und reagiert schneller als alle Thuner. Der eingewechselte Sittener stochert den Abpraller über die Linie. 3:2 für Sion.
Wenige Augenblicke später pfeift Schiedsrichter Turkes ab. Thun verliert. Aus der Hoffnung auf drei Punkte wird in der letzten Sekunde die grosse Enttäuschung. Ein heisser Sonntagnachmittag, der für die Berner Oberländer lange nach einem möglichen Sieg ausgesehen hat, endet mit einem Stich ins Herz. Da bin ich direkt froh, habe ich mich nicht für die stundenlange Extrazugfahrt angemeldet und kann direkt nach Hause. Und die beiden FCT-Walliser leisten mir bis Visp ja Gesellschaft beim Trübsal blasen.
- Season 2026 - 2027
- Thun – Lausanne
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- 0:0
- 02/09/2026
Vor Lausanne ist nach Lausanne. Ich übernachte heute in Thun, weil morgen ein Mitarbeiterausflug nach Lausanne ansteht. Was passt da besser, als ausgerechnet ein Spiel gegen Lausanne zu besuchen? Auch wenn es in der verkehrten Stadt stattfindet. Wobei heute ohnehin jeder Anspruch auf das Territorium rund um das Spielfeld erhebt. Vor dem Stadion lassen die Lausanner bei der Ankunft ihres Cars zwei Böller krachen. In der Heimkurve zünden die Thuner beim Einmarsch der Teams mehrere Pyros. Und der Typ neben mir wirft wenig später einen leer gewordenen Bierbecher während dee Pyroshow mehrere Reihen nach vorne. Kein Anti-Feuerwerk-Protest, sondern purer Leichtsinn. Ich scheisse ihn zusammen. Damit er künftig vielleicht darauf verzichtet, Bierbecher auch in Richtung Gartengrills zu schmeissen.
Spielstart: Schiedsrichter Drmic pfeift die Partie an. Der Schweizer Meister (ja diese Bezeichnung wiederhole ich gerne) kommt nach dem spektakulären 4:3-Sieg in St. Gallen mit viel Selbstvertrauen ins Duell, doch Lausanne erwischt den besseren Start. Bereits in der 4. Minute liegt der Ball erstmals im Thuner Tor. Butler-Oyedeji setzt sich auf der Seite durch und bringt den Ball zur Mitte, wo Molebe vollendet. Der Jubel der Gäste hält allerdings nicht lange an. Bei der Ballabgabe stand Butler-Oyedeji knapp im Abseits. Deshalb wird der Treffer von Schiedsrichter Drmic gleich sofort aberkannt, den VAR braucht es nicht. Noch nicht. Nur zwei Minuten später jubelt Lausanne nämlich erneut. Nach einem Corner kommt Janneh zum Kopfball, der Ball wird von Lengen entscheidend abgefälscht und landet im eigenen Tor. Wieder scheint Thun früh in Rückstand zu geraten. Doch erneut verzögert sich das Anspiel. Denn Janneh hat sich bei seinem Kopfballversuch mit einem halben Würgegriff am Hals seines Gegenspielers regelwidrig Platz verschafft. Der VAR meldet sich entsprechend, auch dieser Treffer zählt nicht.
Und was macht eigentlich Thun? In der 10. Minute melden sich unsere Jungs erstmals gefährlich zu Wort. Nach einem Corner steigt Lengen hoch und köpft den Ball gegen die Laufrichtung von Lausanne-Goalie Mastil. Der Gästetorhüter, gemäss Party-Kernen in seinem früheren Leben legendärer Cuppenaltyschiessenheld von Stade Nyonnais, reagiert glänzend und verhindert den Ausgleich. Danach beruhigt sich das Geschehen etwas, ehe Lausanne in der 26. Minute beinahe doch noch in Führung geht. Soppy lässt im Strafraum einen Gegenspieler aussteigen und legt quer auf Molebe. Dieser scheitert mit seinem Abschluss an den starken Reflexen von Steffen, wobei der Ball wohl auch ohne die Intervention des Thuner Goalies knapp am Tor vorbeigegangen wäre. Anschliessend übernimmt der FC Thun zunehmend die Kontrolle. In der 34. Minute zieht Roth aus spitzem Winkel kräftig ab, trifft aber nur das Aussennetz. Drei Minuten später folgt die nächste Möglichkeit. Nach einer Flanke kommt Zoukit zum Kopfball, doch Mastil ist zur Stelle und hält den Versuch fest. In der 41. Minute wird es erneut gefährlich. Strannegard spielt den Ball in den Rücken der Lausanner Abwehr auf Dähler, dessen Schlenzer nur knapp am Gehäuse vorbeifliegt. Thun ist nun dem Führungstreffer deutlich näher, belohnt sich für die starke Phase aber nicht.
Mit einem 0:0 geht es in die Pause. Und das trotz zweier Tore. Zeit also, um mit Twint ein Bier zu kaufen. Zumindest für jene, die dafür freigeschaltet sind und nicht seit dem St. Gallen-Spiel im Login- und Sicherheitsprozess feststecken.
Die zweite Halbzeit bringt dann endlich das Thuner Tor. Korrektur: Die Thuner Torhymne. In der 54. Minute lässt Reichmuth lässt seinen Gegenspieler mit einer Finte stehen und zieht aus der Distanz einen Schlenzer ab. Der Ball fliegt haarscharf am Aussennetz vorbei. Was wir direkt dahinter im Block Süd zerknirscht realisieren. Auf der Haupttribüne wollen die Fans dagegen ein Tor gesehen haben. Viele Zuschauer jubeln und der Speaker spielt über die Stadionlautsprecher das Vogellisi ab. Ein verrücktes 0:0 ist das heute.
Danach wird die Partie zunehmend zäh. In der 61. Minute reagieren beide Trainer mit Wechseln. Bei Thun kommen Fehr und Dursun für Lengen und Strannegard, bei Lausanne ersetzt Traoré den auffälligen Molebe. Zwei Minuten später sieht Dursun bereits die Gelbe Karte, nachdem er Poaty foult. Viel mehr passiert auf dem Rasen nicht. 5014 Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgen die Begegnung, und das halbleere Stadion bildet eine passende Kulisse für das inzwischen tiefe Spielniveau. In der 65. Minute folgt dann immerhin die nächste Torszene. Labeau nimmt den Ball im Strafraum mit, schlenzt ihn anschliessend sehenswert ins lange Eck und lässt Mastil keine Chance. Diesmal liegt der Ball tatsächlich im Lausanner Tor und Thun jubelt über die Führung. Doch Jubel und Torhymne verstummen auch dieses Mal wieder schnell. Bei der Ballmitnahme hat Labeau den Ball ganz leicht mit der Hand berührt. Also auch hier: Kein Tor.
Wir sind wieder zurück auf dem Nullpunkt. Und dort verharren wir auch bis am Schluss. Auch vier Minuten Nachspielzeit ändern nichts mehr am Spielausgang. So gehts halt morgen ohne Tore im Gepäck nach Lausanne. Wir werden sicher ein spannenderes Gesprächsthema finden als das heutige Spiel.
- Season 2026 - 2027
- St. Gallen – Thun
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- 3:4
- 30/08/2026
Auswärtsfahrt nach St. Gallen. Und ab Zürich ist auch Party-Kernen dabei. Nebenan im Abteil sitzen bereits die ersten FCSG-Fans. Deshalb ordne ich meinem Kollegen noch vor dem Einsteigen einen Kleiderwechsel an. Ein Block-Süd-Outfit würde ich ihm ja noch durchgehen lassen. Aber kein Meister-Shirt. Dafür war das Meisterduell gegen den Vizemeister aus St. Gallen am Ende doch zu knapp, als dass man sich heute mit solchen modischen Scherzen aus dem Fenster lehnen sollte. Also reist er schön neutral im schwarzen North-Face-Shirt in die Ostschweiz. Was hier offenbar auch die Dorfjugend trägt, wie wir bereits in den ersten Minuten unserer gemeinsamen Zugfahrt feststellen. Baustellenbedingt heisst es in Winterthur erstmals raus aus dem Zug, später folgt in Gossau der Wechsel auf den Shuttlebus. Die grünweissen Fans sind inzwischen klar in der Überzahl. Doch mit meiner grünweissen Bierdose aus Polen bin ich bestens getarnt. Die Stimmung bleibt völlig entspannt, auch vor dem Stadion. Die zur Verfügung gestellten Plastikbecher zum Umfüllen am Eingang wissen wir sehr zu schätzen. So geht es für mich direkt hinein in den Gästesektor. Party-Kernen muss mit seinem gefürchigen Auftreten dagegen erst noch den Umweg durch die Sicherheitsschleuse nehmen. Irgendwann sind wir dann beide drin und warten auf den Anpfiff. Die Zeit bis dahin vertreiben wir uns mit der FCSG-Choreo. Nebeneinander werden Blätter in Weiss, Grün, Weiss und Rot in die Höhe gehalten. Wird hier etwa der italienische Fussballgott beschworen? Bei all dem italienischen Fussballpech könnte das ins Auge gehen. Der zweite Teil der Choreo liefert schliesslich die Auflösung: Zu sehen ist ein Bus voller Fans, dazu das Spruchband «Über Grenzen hinweg». Eine Europacup-Choreo also, die nach dem internationalen Aus am Donnerstag kurzerhand in der Meisterschaft zum Einsatz kommt. Nun fehlt nur noch, dass der FC Thun dafür sorgt, dass den St. Gallern auch im nationalen Wettbewerb die Grenzen aufgezeigt werden.
Schon nach elf Sekunden taucht der FC Thun erstmals im Strafraum des FC St. Gallen auf. Fehr bringt den Ball von rechts gefährlich zur Mitte, findet dort aber keinen Abnehmer. In der 3. Minute wird es erneut brenzlig: Dursun kommt nach einer Flanke frei zum Kopfball und setzt diesen nur knapp am linken Pfosten vorbei. Die Gastgeber antworten eine Minute später. Baldé setzt sich im Strafraum durch und hämmert den Ball aus spitzem Winkel ins Aussennetz. In der 9. Minute schlägt der FC Thun zu. Chima Okoroji unterläuft im Spielaufbau ein folgenschwerer Fehler. Unter Druck will der St. Galler den Ball zu Torhüter Lawrence Ati Zigi zurückspielen, trifft ihn aber nicht richtig und legt Brighton Labeau damit den Ball perfekt vor. Der Thuner Stürmer läuft alleine auf Zigi zu, umkurvt den Torhüter und schiebt zum 0:1 ein. St. Gallen reagiert und übernimmt zunehmend das Spieldiktat, kommt gegen die gut organisierte Thuner Defensive aber kaum zu klaren Möglichkeiten. In der 19. Minute sorgt eine neue VAR-Regel für eine kuriose Szene. Daschner steht bereits zur Ausführung eines Eckballs bereit, als Schiedsrichter Luca Piccolo ein Signal aus dem Video-Keller erhält. Statt Eckball gibt es Abstoss für Thun. Der VAR darf seit dieser Saison auch bei falschen Eckball-Entscheidungen eingreifen. St. Gallen versucht es danach vermehrt aus der Distanz. Daschners Schuss bleibt in der 22. Minute an einem Thuner Bein hängen, Görtler und Vandermersch verziehen ihre Versuche deutlich. Die Berner Oberländer lassen sich weit zurückfallen und setzen auf schnelle Gegenstösse. In der 36. Minute zum Beispiel wagt sich Dursun wieder nach vorne, setzt sich gegen Ruiz durch, bringt seinen Abschluss aber nicht gefährlich aufs Tor. Eine Minute später muss Thuns Torhüter Steffen erstmals ernsthaft eingreifen. Nach einem schönen Hakentrick von Baldé zieht Daschner aus spitzem Winkel ab, doch Steffen wehrt den ersten St. Galler Schuss aufs Tor ab. In der 42. Minute sieht Strannegard nach einem zu späten Einsteigen gegen Görtler die erste Gelbe Karte der Partie. Den anschliessenden Freistoss tritt Okoroji in der 43. Minute, setzt den Ball aus grosser Distanz aber klar über das Tor. Nach drei Minuten Nachspielzeit wird es nochmals kurios: Steffen sieht wegen Zeitspiels die Gelbe Karte. Anschliessend weist Görtler Schiedsrichter Piccolo darauf hin, dass nach der neuen Regel in diesem Fall ein Eckball ausgesprochen werden muss. Piccolo korrigiert seine Entscheidung zunächst und gibt tatsächlich Eckball für St. Gallen, nimmt diesen Entscheid aber wenige Sekunden später wieder zurück. Kurz darauf ist die erste Halbzeit vorbei. Thun führt dank Labeaus frühem Treffer mit 0:1.
In der Pause sind wir verhalten optimistisch. Die Bierrunde fällt aber eher deswegen dosiert aus, weil das ausgeschenkte Schützengarten-Bier einen herben Geschmack hat. Noch ahnen wir nicht, dass der Namen des Biers perfekt zum Schützenfest passt, das in der zweiten Halbzeit folgt.
Gleich in der 46. Minute nutzt Thun einen Fehler im St. Galler Aufbau. Dursun bedient Reichmuth, der mit links abzieht und den Ball traumhaft ins rechte obere Eck schiesst. Das 0:2 ist ein Auftakt nach Mass für die Berner Oberländer. Doch St. Gallen antwortet unmittelbar. In der 48. Minute setzt sich Baldé an der Grundlinie durch und legt den Ball auf den eingewechselten Leon Frokaj zurück. Dieser schiebt ins leere Tor ein und verkürzt auf 1:2. Die Freude der Gastgeber währt allerdings nicht lange. In der 53. Minute legt Dursun nach einem Einwurf den Ball auf Labeau zurück. Der Franzose zieht aus rund 20 Metern ab und schlenzt den Ball wunderschön ins rechte untere Eck. Nur vier Minuten später schlägt Thun erneut zu. Saiz spielt einen herrlichen Aussenristpass auf Dursun, der Okoroji stehen lässt und den Ball durch die Beine von Zigi zum 1:4 ins Netz schiesst. Innerhalb von zwölf Minuten hat Thun seine 1:0-Führung in einen Drei-Tore-Vorsprung verwandelt. St. Gallen sucht nach einer Antwort. In der 56. Minute schickt Witzig Baldé, dessen Abschluss bereits an Steffen vorbei ist, doch Bamert wirft sich noch dazwischen und verhindert den Treffer. Die Thuner ziehen sich nun zunehmend zurück und überlassen den Gastgebern das Spiel. In der 67. Minute reagiert St. Gallen mit einem Dreifachwechsel, später bringt auch Thun mit Braschi und Maier frische Kräfte. Die Ostschweizer erhöhen den Druck. In der 73. Minute setzt sich Owusu über links durch und legt auf Scherrer zurück, dessen Abschluss im Aussennetz landet. Kurz darauf scheitert Daschner alleine vor Steffen am Thuner Torhüter. In der 75. Minute fällt dann doch der St. Galler Treffer. Okoroji flankt aus dem linken Halbfeld, in der Mitte steht der 18-jährige Nevio Scherrer völlig frei und köpft zum 2:4 ein. Drei Minuten später verhindert Steffen mit einer starken Parade gegen Daschner das nächste Gegentor. Thun verteidigt mit grossem Einsatz, gerät aber immer stärker unter Druck. In der 87. Minute versucht es Owusu aus der Distanz, verzieht jedoch deutlich. Dann wird es in der 90. Minute nochmals richtig spannend. Owusu zieht erneut nach innen und schliesst ab, sein missglückter Versuch wird jedoch zur Vorlage für Daschner. Dieser steht plötzlich alleine vor Steffen und schiebt zum 3:4 ein. In der Nachspielzeit stemmt sich Thun mit aller Kraft gegen den Ausgleich. Daschner schiesst in der 93. Minute knapp über das Tor, eine Minute später kommt Ruiz nach einem Eckball frei zum Abschluss und setzt den Ball ebenfalls knapp über das Thuner Gehäuse.
Dann ertönt nach mehr als sieben Minuten Nachspielzeit endlich der erlösende Schlusspfiff. Der FC Thun gewinnt beim FCSG mit 3:4 und kehrt nach zwei Niederlagen in der Super League zum Siegen zurück. Die Ostschweizer hatten zwar mit 25:7 deutlich mehr Abschlüsse, doch die Berner Oberländer sind an diesem Nachmittag die wesentlich effizientere Mannschaft gewesen. Und so steigen Party-Kernen und ich bestens gelaunt in den Shuttlebus zurück nach Gossau. Den Nerven der grünweissen Fans zuliebe natürlich weiterhin ohne Meister-Shirt. Egal. Wir tragen den Meistertitel schliesslich im Herzen.
- Season 2026 - 2027
- Thun – Lech Posen
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- 2:2
- 27/08/2026
Weltklasse Zürich. Ich habe ein Ticket auf der 100-Meter-Ziellinie. Geschätzter Wert 250 Franken. Ich gebe es ab an meinen Arbeitskolkegen für ein 2-Liter-Bier aus Hessen. Denn heute habe ich einen anderen Termin. Weltklasse in Thun. Auch wenn Thun vom Hinspiel einen Sieben Tore Rückstand aufholen muss, geht ein Europacupspiel von Thun natürlich immer vor. Was aber nicht alle so sehen. Mit 5500 Zuschauern ist der Fansufmarsch doch eher mässig. Egal. Ich stärke mich mit Bier aus Polen und Kevä versorgt mich schon wie im Cup zusätzlich dazu mit jeder Menge Weisswein. Als wäre es ein Cupspiel, nur das wir hier der klare Aussenseiter sind.
Von Beginn an macht das Heimteam deutlich, dass es sich nach dem Debakel in Polen nicht einfach ergeben will. Bereits in der 4. Minute stört Thun den Gegner früh und setzt Lech Posen tief in der eigenen Hälfte unter Druck. Die Gäste wirken tatsächlich nicht wie eine Mannschaft, die mit letzter Konsequenz auf einen weiteren Sieg aus ist. In der 6. Minute kommt Luis Palma über die linke Seite und bringt den ersten Angriff der Polen zustande. Sein Ball in die Mitte ist allerdings sichere Beute für Thuns Ersatzgoalie Tim Spycher. Thun ist zunächst die aktivere Mannschaft, wird aber in der 17. Minute kalt erwischt. Eine lange Flanke landet in der rechten Hälfte des Thuner Strafraums, wo Bartosz Gumny sträflich viel Platz erhält. Der Pole kann sich in aller Ruhe auf den Abschluss vorbereiten und trifft problemlos in die linke Ecke. Thun liegt damit trotz des engagierten Starts mit 0:1 zurück. Die Reaktion des Heimteams lässt allerdings nicht lange auf sich warten. In der 22. Minute fällt der Ausgleich. Furkan Dursun spielt einen präzisen Pass in Richtung Simon Lengen, der völlig frei einschieben kann. Für Lengen ist es der erste Treffer für die erste Mannschaft. Doch noch ist nicht klar, ob der Treffer tatsächlich zählt. In der 23. Minute überprüft der VAR die Szene, weil Dursun bei seiner Aktion möglicherweise aus einer Abseitsposition gestartet ist. Die Thuner müssen bangen. Eine Minute später kommt die Erlösung: Der Treffer wird bestätigt, in der 25. Minute steht endgültig fest, dass der Ausgleich zählt. Thun belohnt sich damit für einen bis dahin mutigen Auftritt. Danach bleiben die Oberländer gefährlich. In der 28. Minute verpasst Lucien Dähler mit seinem Schuss aus rund 17 Metern die erstmalige Thuner Führung nur knapp. Auch Lech Posen kommt zu Möglichkeiten. In der 35. Minute findet Yannick Agnero eine Lücke in der Thuner Abwehr und schickt Sayyad alleine auf das Tor. Der Angreifer setzt den Abschluss jedoch deutlich über den Kasten. Kurz vor der Pause schlägt Thun dann aber zu. In der 43. Minute erzielt Dursun das 2:1 und krönt damit eine starke erste Halbzeit. Ausgangspunkt ist Torhüter Tim Spycher, der den Ball tief ins Feld schlägt. Über drei Stationen gelangt das Spielgerät zu Dursun. Der Thuner bleibt vor dem Tor eiskalt und vollendet den Angriff mit einem präzisen Abschluss.Thun hst die Partie gedreht und geht mit einer 2:1-Führung in die Pause.
In der Pause haben wir also noch einen Hauch Hoffnung. Deshalb holen wir gleich zwei Runden Weisswein auf einmal. Wenn uns das bloss nicht in der Verlängerung zum Nachteil wird.
Nach dem Seitenwechsel nimmt Lech Posen zunächst mehr Einfluss auf das Spiel. In der 49. Minute segelt ein Eckball gefährlich durch den Thuner Strafraum und landet bei Agnero. Der kann den Ball jedoch nicht kontrollieren. Zwei Minuten später drückt Posen weiter, doch die Thuner Defensive steht nun deutlich stabiler als noch beim Gegentor. In der 53. Minute folgt eine der umstrittensten Szenen der Partie. Patrik Walemark, der Doppeltorschütze aus dem Hinspiel, fällt im Thuner Strafraum und fordert damit unfreiwillig eine entscheidende Szene heraus. Der Pfiff des Schiedsrichters ertönt, doch statt auf den Penaltypunkt zu zeigen, entscheidet er auf Schwalbe und verwarnt Walemark mit der gelben Karte. Damit bleibt die Thuner Führung bestehen. Thun nimmt in dieser Phase auch personelle Veränderungen vor. In der 46. Minute kommen Roth und Fehr für Saiz und Strannegard ins Spiel. In der 55. Minute ersetzt Ilic Maier, ehe Furkan Dursun in der 61. Minute unter Applaus seinen verdienten Feierabend erhält. Riccardo Braschi übernimmt für den bislang überragenden Thuner. Lech Posen bleibt derweil gefährlich. In der 59. Minute setzt Luis Palma einen Abschluss nach einer Überzahlsituation über das Thuner Tor. Zwei Minuten später muss Passavant den auffälligen Palma gerade noch stoppen. Thun hält dagegen und versucht, die Führung zu verteidigen. In der 64. Minute wird es erneut gefährlich vor dem polnischen Tor, als Fehrs Schuss von einem Verteidiger abgelenkt wird und dadurch als überraschende Flanke auf das Tor fliegt. Dann aber fällt der Ausgleich doch noch. In der 67. Minute setzt sich Patrik Walemark auf der rechten Seite durch und kommt aus guter Position zum Abschluss. Der Ball schlägt im Thuner Tor ein. Aus der 2:1-Führung wird damit ein 2:2. Für Thun ist es besonders bitter, weil die Mannschaft in der zweiten Halbzeit bis zu diesem Zeitpunkt ausgesprochen abgeklärt verteidigt und den Gegner weitgehend kontrolliert hat. Die Thuner wollen sich mit dem Unentschieden jedoch nicht zufriedengeben. Ab der 76. Minute erhöht das Heimteam noch einmal den Druck und sucht die erneute Führung. In der 78. Minute sorgt Fehr mit einem satten Schuss für Gefahr, der einen Gegenspieler am Kopf trifft. Der anschliessende Eckball wird kurz ausgeführt und endet gleich in der nächsten Ecke. Auch in der 79. Minute bleibt Thun nach einem Eckball gefährlich, doch die Variante endet mit einem Offensivfoul. Auf der Gegenseite bringt ein Eckball von Lech Posen in der 83. Minute ebenfalls nichts ein, weil sofort ein Stürmerfoul gepfiffen wird. In der Schlussphase zeigt sich, dass die Kräfte bei beiden Mannschaften schwinden. Trotzdem bleibt die Partie offen. In der 87. Minute versuchen beide Teams noch einmal, den Sieg an sich zu reissen. Thun will sich für die starke Reaktion belohnen und Lech Posen bietet sich weiterhin die Möglichkeit, das Spiel doch noch zu seinen Gunsten zu entscheiden. Der Schiedsrichter lässt drei Minuten nachspielen. In der 92. Minute kommt Zoukit noch einmal zu einer guten Möglichkeit. Aus spitzem Winkel setzt er den Ball jedoch über das Tor.
Kurz darauf ist Schluss. Thun hat zwar nicht verloren, sich aber trotzdem mit deutlichem Resultat aus der Europa League verabschiedet. Weiter geht’s Mitte Oktober in der Conference League und eigentlich schon Mitte September in der Champions League. Zwar nur im Hockey. Aber im Zug nach Zürich kann ich einen Thunfan, der sich auch schon mal für eine zweistündige Funiculare-Führung in Freiburg begeistern lässt, für das Spiel Gottéron gegen Adler Mannheim gewinnen. Hauptsache, einmal einen Meister in einem europäischen Spiel siegen sehen. Nächster Termin Weltklasse in Freiburg.
- Season 2026 - 2027
- Lech Posen – Thun
- |
- 7:0
- 20/08/2026
Der Clown ist wirklich gruselig. Er hat ein kahles, blasses Gesicht, einen bedrohlichen Blick, ein breites, bösartig wirkendes Grinsen und trägt einen auffälligen, gerüschten Kragen sowie ein dunkles Kostüm mit zwei aufgestickten Lech-Posen-Logos. Er sieht nicht gerade so aus, als hätte er Gnade mit dem FC Thun. Ein Albtraum? Nein. Ich stehe in einem Fanshop von Lech Posen. Das T-Shirt, das auf ziemlich eindrückliche Weise zeigt, dass die Auswärtspartie in Polen kein Kindergeburtstag wird, zieht mich wie magisch an. Noch weiss ich nicht, dass sich nicht das Clowngesicht für immer in mein Gedächtnis einbrennen wird, sondern der Schriftzug „Fuck the Fame“. Denn Lech Posen wird dem FC Thun verfickt noch mal ganz dick den Stempel in die Klubgeschichte drücken. Bis heute ist die höchste Niederlage des FC Thun gegen ein ausländisches Team ein 0:5 gegen Argentinien mit Diego Maradona im Sommer 1990. Was sich hier und jetzt ändern wird.
Wir Thunfans treffen uns auf dem Alten Markt, dem grossen Stary-Rynek-Platz in der Altstadt. Es fliesst reichlich Bier, auf den Tellern landen grosse Portionen deftiges Essen – je nach Geschmack mit viel Gulasch oder viel Rahm. Gross ist auch die Polizeipräsenz. Wir rätseln sogar, ob die herumstolpernde Winnie-Puuh-Figur ein Zivilpolizist sein könnte. Echt sind jedenfalls die Uniformierten, die uns den Weg zu den beiden Shuttlebussen weisen. Nach einem fünfminütigen, kompakten Fanmarsch geht es damit zum Stadion. Und wie! Wir werden in einem Konvoi von gut einem Dutzend Polizeifahrzeugen mit Blaulicht und Sirenen eskortiert. Wir halten für nichts und niemanden und donnern mit Vollgas über jede Kreuzung.
Genauso kompromisslos wird sich Lech Posen später im Stadion durchsetzen.
120 Thuner marschieren nach dem wilden Trip in den Gästesektor. Dort stehen wir einer blau-weissen Wand aus 22’000 fantastischen Heimfans gegenüber. Schon weit vor Spielbeginn schallt lauter Gesang durch das Stadion. Bei der Mannschaftsvorstellung werden bei jedem Spielernamen die Schals in die Höhe geworfen. Und schliesslich folgt eine XXL-Choreo: eine kriegerische Szene, in der ein Soldat mit der Identifikationsnummer 12 einen verletzten Kameraden trägt. Darunter prangt das Spruchband: „Leave no man behind“. Weniger Emotionen sind auf Thuner Seite zu spüren. Wir Thunfans singen zwar ebenfalls schon beim Aufwärmen und nochmals, als sich die Spieler in die Kabine verabschieden. Doch von den Spielern kommt nur ein schwacher Applaus zurück. Motivationsprobleme?
Der FC Thun geht als klarer Underdog in diese Partie gegen Lech Posen. Eine solche Ausgangslage kann durchaus mal befreiend wirken. Doch nicht heute. Leistungsmässig Akzeptabel sind nur die ersten fünf bis zehn Minuten. Nach 60 Sekunden kommt der erste Eckball von Thun. Die kurz ausgeführte Variante führt über mehrere Stationen beinahe zur Führung, doch ein polnischer Verteidiger kann den Ball gerade noch auf der Linie klären. Auch in den folgenden Minuten treten die Thuner einigermassen selbstbewusst und haben mehr Ballbesitz.
Doch all das ändert sich in der 10. Minute schlagartig. Michi Heule verliert auf der rechten Seite den Ball an Patrik Walemark. Der Lech-Angreifer zieht völlig unbedrängt auf das Thuner Tor und trifft via linken Innenpfosten zum 1:0. Ein vermeidbarer Gegentreffer und gleichzeitig der Auftakt zu einem völlig missratenen Auftritt der Berner Oberländer. Posen übernimmt nun endgültig das Kommando. In der 12. Minute verpasst Mateusz Skrzypczak per Kopf nur knapp das zweite Tor. Zwei Minuten später ist von der anfänglichen Thuner Selbstsicherheit bereits wenig übrig. Die Polen sind zweikampfstärker, spielen schneller und bestrafen die Fehler der Gäste konsequent. In der 19. Minute hat Pablo Rodriguez im Strafraum viel zu viel Platz und schiesst knapp über die Latte. Eine Minute später fällt dann doch das 2:0. Die Thuner Abseitsfalle funktioniert nicht. Allahyar Sayyadmanesh wird dadurch völlig freigespielt und kann den Ball relativ unbedrängt an Thun-Goalie Steffen vorbei ins Tor schieben. Wieder landet der Ball präzise am Innenpfosten. Wieder sieht die Thuner Defensive alles andere als gut aus. Und es kommt noch schlimmer. In der 25. Minute ist Walemark erneut zur Stelle. Bürki lässt den Polen im Strafraum gewähren, der sich die Einladung nicht entgehen lässt und zum 3:0 einschiebt. Thun befindet sich im freien Fall. In der 31. Minute fällt das 4:0. Wieder leisten die Berner Oberländer kräftig Schützenhilfe. Mateusz Skrzypczak wird praktisch zum Toreschiessen eingeladen und darf ohne ernsthafte Gegenwehr einschieben. Die Partie ist damit nach gut einer halben Stunde entschieden. Und dann folgt die Höchststrafe: Lech Posen kann es sich in der 37. Minute sogar leisten, Doppeltorschütze Walemark auszuwechseln. Während beim Heimteam bereits Kräfte für die nächsten Aufgaben geschont werden können, geht bei Thun noch vor der Pause Gutbub vom Platz. Allerdings nicht wegen seiner bis dahin einmal mehr durchzogenen Leistung. In der 41. Minute bleibt er nach einem Zweikampf liegen. Nach kurzer Behandlung versucht er zunächst weiterzumachen, muss schliesslich aber doch passen. Weil Ersatz erst verspätet bereitsteht, spielen die Thuner mehrere Minuten in Unterzahl. An den ohnehin klaren Kräfteverhältnissen auf dem Platz ändert das allerdings nichts. In der 45. Minute erhöht Radoslaw Murawski auf 5:0. Kurz darauf ertönt der Pausenpfiff. Fünf Gegentore in einer Halbzeit, kaum ernsthafte Gegenwehr und ein Gegner, der jederzeit noch einen Gang hätte hochschalten können. Für die Thuner ist dieser Abend zu diesem Zeitpunkt längst ein grösserer Horrorfilm als jede Geschichte mit einem verrückten Clown.
Also dann ein Bier holen und 45 Minuten weiterleiden. Thun reagiert zur Pause mit einem Doppelwechsel. Tom Strannegard ersetzt Michi Heule, Fabio Saiz kommt für Nassim Zoukit. Doch bereits nach wenigen Sekunden der zweiten Halbzeit wird klar, dass sich an diesem düsteren Abend nichts mehr grundlegend ändern wird. In der 48. Minute fällt das 6:0. Daniel Hakans zieht ab, Bamert lenkt den Ball unhaltbar ab. Steffen ist wie so oft an diesem Abend chancenlos. Danach zerfällt Thun endgültig. Die Berner Oberländer spielen zahlreiche Bälle zurück zu ihrem eigenen Torhüter und wirken völlig verunsichert. Steffen ist längst der Thuner mit dem meisten Ballbesitz und steht regelmässig weit ausserhalb seines Strafraums, um überhaupt am Spielaufbau teilnehmen zu können. In der 55. Minute muss er erneut einen Angriff entschärfen. Auch beim Stand von 0:6 ist er mit Abstand der auffälligste Thuner. Auf den Rängen von Lech Posen ist die Stimmung natürlich weiterhin prächtig, während der Support bei uns im Thuner Gästesektor nach dem sechsten Gegentreffer deutlich nachlässt.
In der 63. Minute gibt es einen seltenen Lichtblick. Fabio Saiz bringt einen Ball auf das gegnerische Tor. Kurz darauf scheint in der 67. Minute tatsächlich der Ehrentreffer zu fallen. Furkan Dursun trifft zum vermeintlichen 6:1. Der Jubel fällt allerdings verhalten aus. Zu gross ist die Gewissheit, dass selbst dieser Treffer an der grundsätzlichen Misere kaum etwas ändern würde. Und zu allem Übel greift auch noch der VAR ein. Die Szene wird überprüft, die Entscheidung fällt gegen Thun. Dursun steht bei der Entstehung des Treffers im Abseits. Das 6:1 wird aberkannt. Selbst der kleine Hoffnungsschimmer auf etwas Resultatkosmetik ist damit weg. Stattdessen folgt in der 79. Minute noch das 7:0. Robert Gumny hebt den Ball über Steffen hinweg ins Tor, worauf mit Ausnahme unseres Gästeblocks nochmals das ganze Stadion jubelt. Wir beginnen derweil, unsere Sachen zu packen. Der Support ist nun endgültig eingestellt. Diskutiert wird nur noch darüber, wie wir der Mannschaft unseren Ärger zeigen wollen. Wir entscheiden uns für die Variante Kurvenboykott und leeren den Block. Beim Schlusspfiff ist keine Menschenseele mehr im Gästesektor. So lethargisch und emotionslos, wie das Team heute aufgetreten ist, hat es von uns überhaupt keine Emotionen verdient. Hätten wir Musikböxli dabei, würden wir wohl die Titelmelodie von «Es» oder einem anderen Horrorfilm mit verrückten Clowns laufen lassen. Denn genau das seid ihr heute auf dem Platz gewesen: eine Clowntruppe, die uns mit einer Horrorszene nach der anderen erschreckt und diesen Abend für uns zum Albtraum gemacht hat.
- Season 2026 - 2027
- Saxon – Thun
- |
- 0:6
- 16/08/2026
Verkehrte Welt bei den SBB. Da stehen am HB in Zürich drei Wagen, die für die Thunfans reserviert sind. Doch als ich mit Thunschal um den Hals einsteigen will, pfeift der Kondukteur. Er hat soeben die Wagen geschlossen und will sie erst in knapp 2 Stunden wieder öffnen, wenn wir nach längerer Baustellenumleitung Thun erreicht haben. Dass der Zug unterwegs in Aarau, Olten und Bern hält, wo auch weitere Thunfans einsteigen wollen, interessiert ihn nicht. Dabei hat der Block Süd auf WhatsApp die Zugverbindung an 689 Fans geschickt. The Regels sind the Regels. We must them halten, wie schon Marc Terenzi im Dschungelcamp wusste. Und so setze ich mich im Thun-Outfit in den vollen Familienwagen. Nach vorne wechseln in Thun geht auch nicht bei nur einer Minute Zwischenhalt. So treffe ich die anderen Thunfans erst in Visp, obwohl ich doch die ganze Zeit im richtigen Zug war. Immerhin die S-Bahn-Fahrt durchs Wallis ist angenehm mit viel Sound und einer funktionierenden Klimaanlage. Selbst der Halt in Sitten verläuft problemlos, die Sion-Fans sind ja alle im Wallis. Das denken wir zu diesem Zeitpunkt jedenfalls noch. Nach über drei Stunden Fahrt bin ich in Saxon. Es ist heiss. Aber während dem 15-minütigen Fanmarsch klappt niemand zusammen. Das ist dagegen leider schon im Gästesektor passiert. Dort liegt eine Helferin in Seitenlage am Boden und ist nicht ansprechbar. Schliesslich fährt die Ambulanz ins Stadiongelände und transportiert sie ab. Gute Besserung! Das muss der erste Ambulanzeinsatz im Thuner Gästesektor sein, seit man mich vor x Jahren einmal mit zwei offenen Fingern aus dem Brügglifeld ins Spital fahren musste. 7:1 gewann Thun damals. Ein solch hoher Auswärtssieg wäre heute eigentlich auch gegen den Zweitligisten Saxon angebracht. Um bei den Toren genügend Munition zum Anstossen zu haben, holen Kevä und ich uns vor dem Anpfiff gleich vier Becher Weisswein. Vorsorge lohnt sich.
Thun-Trainer Gian-Luca Privitelli lässt eine komplett neu formierte Mannschaft auflaufen. Kein einziger Spieler, der am vergangenen Donnerstag beim 2:3 gegen Vikingur Reykjavik in der Europa-League-Qualifikation von Beginn gespielt hat, steht bei Anpfiff um 16 Uhr in Saxon auf dem Platz. Die Thuner brauchen nicht lange, um die Kräfteverhältnisse klarzumachen. Bereits in der 11. Minute geht der FC Thun in Führung. Adam Ilic erzielt das 1:0 auf spektakuläre Art und Weise. Der junge Mittelfeldspieler setzt zu einem akrobatischen Abschluss an und bringt den Ball im Tor unter. Es ist der schönste Treffer des Nachmittags und zugleich der Auftakt zu einer einseitigen Partie. Nur drei Minuten später fliegt Saxons Ruben Neves nach einem Notbremsefoul vom Platz. Schiedsrichter Hajrim Qovanaj zeigt ihm in der 14. Minute die Rote Karte. Der Entscheid fällt hart aus, doch für die ohnehin überlegenen Gäste wird die Aufgabe damit noch einfacher. Kurz darauf erhöht Furkan Dursun per Foulpenalty auf 2:0. Der FC Thun kontrolliert das Geschehen nun problemlos und lässt dem unterklassigen Gegner kaum Raum, um selbst gefährlich zu werden. Noch vor der Pause sorgt Dursun erneut für einen Treffer und erhöht auf 3:0.
Der Stürmer findet sichtlich Gefallen am Toreschiessen und legt nach dem Seitenwechsel gleich noch einmal nach. Mit seinem dritten Treffer des Nachmittags stellt er auf 4:0 und macht aus dem Cupspiel endgültig eine klare Angelegenheit. In der 54. Minute fällt das 5:0. Wieder ist Ilic zur Stelle. Der 18-Jährige erzielt seinen zweiten Treffer und krönt damit seinen starken Auftritt. Spätestens jetzt ist der Einzug in die zweite Cuprunde eingetopft. Kevä und ich sind da längst bei der dritten Weissweinrunde angelangt. Und wir machen uns bereit für den nächsten Torjubel. Der eingewechselte Layton Stewart erhält die Chance, sich ebenfalls in die Torschützenliste einzutragen. Vom Penaltypunkt scheitert er jedoch an Saxons Torhüter Joel Da Cruz. Der Walliser verhindert damit den sechsten regulären Thuner Treffer. Der fällt wenig später trotzdem. In der Folge lenkt Saxons Luca Urgese den Ball ins eigene Tor und sorgt damit für das 6:0. Es ist zugleich das Schlussresultat.
Doch der Fussballtag ist damit noch nicht zu Ende. Vor dem Stadion sorgen Sion-Fans für Aufregung. Es fliegen Steine, es kommt zu Handgemengen, die Polizei setzt Pfefferspray ein. Ein unwürdiges Ende des Cupausflugs ins Wallis. Immerhin zeigen die Verantwortlichen von Saxon Herz und verteilen kostenlos Wasserflaschen. Selbst ein Spieler eilt zur Hilfe. Und auch die tapfere Sanitärtruppe, die wahrlich einen anstrengenden Nachmittag durchmacht, ist wieder überall zur Stelle, wo sie gebraucht wird. Lädiert, aber immerhin mit einem hohen Auswärtssieg im Gepäck, marschieren wir zurück Richtung Bahnhof. Dort spendiert ausgerechnet jener Fan, der von Frutigen nach Gampel mit dem Velo fährt und die Strecke auch wieder zurück radelt, eine Runde Bier und Knabberzeug. Besten Dank. Genau so sollte ein Cupausflug doch sein.