Thun – Rapperswil

Thun – Rapperswil

Und weiter gehen die Promotion League-Festspiele in Thun. Kaum ist Kriens vom Platz, starten die Shaqiri-Jungs aus Rapperswil ihren Versuch, die selbsternannten Aufstiegsfavoriten aus Thun abzuschiessen. Und kommen mit ihrem Plan gut voran. Bereits in der 3. Minute spielt Federico Crescenti die Thuner Abwehr schwindlig und erspielt sich ein 1 zu 1 Duell mit dem ehemaligen Rappi-Goalie Niklas Steffen. Crescenti behaelt die Oberhand und kann zum 0:1 einnetzen. Der Torschuetze steht uebrigens auf der Lohnliste von Red Bull Salzburg und hat die letzten Monate als Leihspieler fuer den FC Vaduz gespielt. Nun jubelt er fuer Rappi. Auch in der Reihe hinter mir wird gejubelt. Ich drehe mich um. Nein, es ist doch nicht Xherdan Shaqiri, der da so laut wird.

Es ist arschkalt in der Stockhorn Arena. Zeit, dass jemand unsere Herzen erwaermt. Dieser jemand ist Elmin Rastoder, der als Fun Fact bis letzten Sommer ebenfalls als Leihspieler in Vaduz taetig war. In seinen Monaten in Thun ist er noch nicht gross aufgefallen. Das aendert sich jetzt. Er trifft und das gleich doppelt. In der 8. Minute lanciert Janjicic mit einen langen Ball Rastoder, welcher zum 1:1 verwertet. Nur drei Minuten spaeter legt Rastoder nach. Nach einem praezisen Zuspiel von der Grundlinie netzt er aus fuenf Metern ein. 2:1.

Thun spielt nun gut und koennte einen standesgemaessen Kantersieg gegen den Unterklassigen aus der Promotion League einfahren. Doch einerseits agiert man im Angriff zu kompliziert und andererseits hat man so doch seine Muehe bei den Rapperswiler Konterszenen. Das Spiel steht nur 2:1, als der Schiedsrichter zur Pause pfeift.

Thun vermeldet fuer diese zweite Partie 450 Zuschauer. Das kann nur eine Hochrechnung sein. Jedenfalls trennt sich jetzt der Spreu vom Weizen und die ersten Fans machen sich nach drei spielerisch doch eher wenig erwaermenden Halbzeiten auf den Heimweg. Ja ich gebs zu, auch ich als thunfans.ch-Schreiberling hisse mit zitternden Haenden die weisse Fahne.

In der zweiten Halbzeit uebernimmt Partykernen fuer uns Bierkonsum und Spielbeobachtung. Im warmen Wohnzimmer hoffe ich auf eine seiner legendaere Sprachnachrichten mit lautem Torjubel. Doch das soll nicht sein. Partykernen meldet sich an diesem Nachmittag ordentlich gefrustet aus Thun. Die Erklaerung: Kurz vor Schluss schiesst der ehemalige Chamer Goalgetter Marin Wiskemann Rappi ins Glueck. Sein Treffer in der 89. Minute ist gleichbedeutend mit dem 2:2-Endstand. Womit der heutige Samstag definitiv als Promotion League-Festspiele in die Fussballannalen eingeht.

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