Fanclublegende, ja es gibt Ihn noch, ist heute wieder mal in der Arena Thun. Heute mit Begleitung von seinem Junior Nick, spielt beim SC Worb CA und ist genauso fussballverrückt ist wie ich. Die Anreise war früh, dafür ergatterten wir einen Gratisparkplatz fernab vom Fussmarsch der FCB-Fans. Ich wollte nach dem Spiel mein Auto ja noch erkennen. Bei der Arena angekommen wollten wir die Ankunft des FCB nicht verpassen. Und schon das erste Mal wurden die Basler ausgepfiffen.
In der Arena drin genehmigten Nick und ich eine Portion Pommes und eine Cola. Kritik ans Catering: Die Cola war nicht zu geniessen, das war eine braune Brühe mit schauderhaftem Geschmack.
Kaum wieder Platz genommen, kamen auch die Basler Fans in das Stadion. Ich sagte Nick «Schau die breiten sich wie Ameisen aus» und so sah das auch aus. Innert Minuten war der Gästesektor voll. Wir hatten unsere Plätze im Sektor E, so bekamen wir das Treiben der Basler Fans hautnah mit. Dann kam ER, der Fussballgott der Basler namens Shaqiri. Die einen lieben ihn, die anderen hassen Ihn. Im heutigen Match hatten die Thuner Grund genug, um ihn zu hassen. Bei allen drei Toren war Shaq-Attack beteiligt mit Tor und Vorlage.
Thun kam nicht gut ins Spiel. Sie wurden von den Baslern in die eigene Hälfte gedrängt. So topfte Shaqiri in der 24. Minute zum 0:1. Die Thuner waren nun wach und kamen zu einzelnen Torchancen durch Ibayi und Meichtry. Doch wie heisst eine Floskel im Fussball? Wer die Tore nicht schiesst, der bekommt sie. So kam es, wie es kommen musste. In der 41. Minute trifft Ajeti zum 0:2. Die Fans von Basel freuts auch im Sektor E.
Halbzeit zwei und nun sah man die Thuner, wie man sie kennt. Giftig, spritzig und aggressiv. So kam der FC Thun in der 51. Minute nach einem Foul im Strafraum der Basler zum Penalty. Bertone schnappte sich den Ball und schoss die Thuner wieder ins Spiel. 1:2.
Übrigens werden die Tore neu von einer Frau ins Mikrofon geschrien. Gewöhnungsbedürftig und die Gute hat noch Luft nach oben. Das Thuner Publikum war fortan wieder da. Das passte Shaqiri gar nicht, der fortan jedes auch so kleine Foul gegen die Basler kommentierte. In der 78 Minute kommt dann der Rückschlag für Thun. Der Thuner Montolio bekommt direkt rot gezeigt, da er den am Boden liegenden Spieler die Faust ins Gesicht schlug. Dumm, einfach nur dumm. Thun gab nicht auf, kämpfte weiter. Chancen kamen, wurden nicht genutzt von den Thunern. In der 98 Minute kommt dann der FCB noch zum Penalty. Und wer anders als Shaqiri trifft zum Schlussresultat von 1:3.
Den FCB muss man nicht schlagen, aber heute wäre mehr drin gewesen. Gruss geht an Schiri Tschudi, der ganz klar die Basler Brille an hatte.