Vaduz – Thun

Vaduz – Thun

Und schon wieder mit Thun unterwegs. Dieses Mal Richtung Ausland, gegen Vaduz spielt man wieder einmal europäisch. Und es muss schliesslich unterstützt werden, dass der Block Süd entgegen jeder finanzieller Vernunft auch heute wieder einen zweiten Car organisiert hat. Der ist nur halb gefüllt, was aber allen entgegenkommt, die Rückenweh haben oder unter Nachwehen vom Langnau-Gottéron-Match von gestern leiden. An dieser Stelle sei gesagt: DiDomenico, DiDomenico! Wir sind dieses Mal wieder zu dritt im Car angemeldet und erscheinen dieses Mal auch tatsächlich zu dritt. Fan 1 verschläft mal nicht – vielleicht weil ich in seiner Stube zu laut schnarchle – Fan 2 zahlt seine Schulden von der Sion-Fanfahrt zurück. So zuverlässig und seriös könnte es doch immer sein, wenn auch mit der ersten Runde Bier kurz nach 11 Uhr.

Nach etwas über drei Stunden Fahrt sind wie in Liechtenstein. Und dort spielt sich ein seltenes Naturereignis ab. Die fünfköpfige Vaduz-Kurve zündet Pyros. Sie wird dabei tatkräftig unterstützt von mehreren Dutzend befreundeten Fans der TSG Hoffenheim. Gefeiert werden 15 Jahre Fanclubbestehen für Verein und Vaterland. Der Fürst wird sich über den feuerigen Gruss freuen. Auch das Spiel gehört zuerst dem Heimteam. In einem gehässigen Spiel mit überfordertem Schiedsrichter hat Vaduz die Oberhand. Die Angriffe sind bissiger, die Schüsse gezielter. Thun muss froh sein, dass bis zur Pause keine Tore fallen.

Richtig ungemütlich ist es dann in der Pause. Die Hoffenheim-Typen sorgen für Ärger. Genaueres soll hier nicht erzählt werden, aber Polizei und Vaduzer sind heute ziemlich peinlich unterwegs.

Nur drei Minuten dem Wiederanpfiff dann noch mehr Ärger. Freistoss Vaduz und Tor Djokic. 1:0. Und das entspricht dem Spielverlauf. Als wäre das alles noch nicht genug des Übel, muss kurz darauf der starke Linksverteidiger Djacko verletzt vom Platz. Vaduz ist nun phasenweise dem 2:0 nahe, aber Matic hält Thun im Spiel. Und Thun bäumt sich nun wirklich auf. Die Chancen mehren sich und nach einem Eckball in der 88. Minute liegt der Ball tatsächlich im Netz. Torschütze Koné. Nun ist Thun spielbestimmend und Sacko könnte gleich zweimal den Siegestreffer erzielen. Doch es klappt nicht. Das Spiel endet 1:1, Thun bleibt Leader. So macht es Spass, mit Thun unterwegs zu sein – trotz ein paar fehlgeleitetenden Hoffenheimern.

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