Thun – YB

Thun – YB

Ein Zweikampf von Hediger (Ex-Biel) und Bürki (Ex-Thun), der Thuner bleibt Sieger, Proschwitz steht richtig – und schon steht es 1:0. Nach nicht einmal einer Minute. Was für eine Rückkehr in die NLA. Und wir haben uns noch gewundert, warum ein YB-Spieler seit einer halben Minute heulend am Boden liegt. Der hat im Sommer einen Kurs bei Mike Shiva gemacht und das Tor geahnt.

Ich tauge dagegen nicht als Mike Shiva-Jünger. Mit meiner Prognose «Das Lachen ist heute sicher nicht ausverkauft» lag ich buchstäblich voll daneben. Und am Nachmittag habe ich es fertig gebracht, just in dem Moment aus dem Haus zu gehen, in dem ein heftiges Gewitter einsetzt. Trotz Regenjacke macht mein iPod mit einem Wasserschaden schlapp. An einem typischen NLB-Montagabend wäre das sicher nicht passiert!

Das Spiel ist aus Thuner Sicht eine Meisterleistung. Sie stehen kompakt und setzen Yakins Abwehrtaktik mit viel Raffinesse um. Bei diesem 4-5-1 handelt es sich wohl um das legendäre «Wenn Bauern mauern»-Spielsystem. Mehr Sorgen als der immer wieder am Tor vorbei dribbelnde Bienvenu macht uns eigentlich Schneider. Noch weiss keiner, ob der eigentlich nur als YB-Spieler Eigentore schiesst oder vielleicht auch im Thundress solch spezielle Farbtupfer setzen könnte.

In der zweiten Halbzeit holen wir uns eine Getränkerunde mit «Schuss», um uns nicht weiter über die fehlenden Torschüsse zu ärgern. Und dann kommt da Glarner und schiesst aus bester Position einfach am Tor vorbei. Ärgerlich.

Die Nachspielzeit beginnt. Oder besser gesagt die «Albi Saner wird hysterisch wegen einem total unwichtigen Bienvenu-Goal Zeit». Ein Eckball in der 93. Minute. Alle YB-Eckbälle waren bisher harmlos – fast so harmlos wie die Eckbälle der Thuner. Aber eben, zu Saisonbeginn hat das Glück YB noch immer gefunden. Und so wird der Eckball abgelenkt und landet direkt in den Füssen von… Bienvenu! Und der macht den Treffer. Da Costa (gutes Spiel!) braucht den Ball gar nicht mehr aus dem Netz zu fischen, das Spiel ist vorbei.

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