Thun – Sion

Thun – Sion

Schon vor dem Spiel traeumen die Sion-Fans von der NLA. Eine riesige Choreo mit der Botschaft Mission LNA dominiert den Gaestesektor vor Anpfiff, dazu viele Pyros. Dabei haben wir vor dem Spiel noch vermutet, dass die Walliser diese Woche voll auf den Cup konzentriert sind. Denn von Sechs am Bahnhof bereitgestellten Bussen brauchen die Walliser nur Vier. Aber vielleicht waren gestern auch zu viele Sion-Fans nach dem Wintereinbruch auch einfach auf der Skipiste oder bei beim Apres-Ski. Uebrigens, ich suche noch ein Ticket fuer den Cupfinal.

Auch wenn Thun schon in der ersten Minute einen Eckball hat, den Dos Santos gefaehrlich tritt, ist es Sion, das die erste Spielphase dominiert. Vor allem Sorgic ist trotz Kaelte heiss auf den Auswaertssieg. Doch den ersten Treffer schiessen etwas unverhofft die Thuner. Nach einem Janjicic-Pass gelangt Dos Santos im Strafraum an den Ball. Er laesst seinen Gegenspieler aussteigen und trifft mit seinem schwaecheren linken Fuss in die entfernte Torecke. 1:0 Thun nach 30 Minuten. Waehrend Party-Kernen sogleich vom Direktaufstieg traeuemt, uebernehme ich die Rolle des Realisten. Das Spiel dauert noch mehr als eine Stunde.

Sion bleibt das bessere Team. Doch 48 Minuten lang bringen die Walliser den Ball nicht an Matic vorbei. Freudetrunken gehen wir in der Pause ins Fanzelt. Dort merken wir: So direkt bei DJ Goalae gibt es zwar den besten Sound, aber nicht das schnellste Bier. So verpassen wir halt den Wiederanpfiff. Was solls, wir sind heute gut drauf.

Dos Santos hat die Chance auf das 2:0, vergibt sie aber. Generell spielt aber Sion vor allem stark. Die Thuner muessen in die Trickkiste greifen und bei einigen Aktionen auf Zeitspiel setzen. Die gut gefuellte Walliser Kurve reagiert mit Pfiffen, wir Thuner feiern diese Aktionen. Und wir Thuner sind heute auch zahlreich im Stadion, 6753 ist die offizielle Zuschauerzahl. Ich bin wohl nicht der einzige Thuner, der heute nur 10,50 Franken Eintritt gezahlt hat. Nette Geste des heiligen Gerber.

Sorgic laesst nochmals eine erstklassige Kopfball-Gelegenheit aus. Aber ansonsten kommt da nicht mehr viel vom Gaesteteam. Thun bringt die knappe Fuehrung ueber die Zeit. 1:0! Und so trauemen ploetzlich nach Abpfiff wir Thuner von der NLA. Weiter gehts am Samstag in Nyon.

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