Locarno – Thun

Locarno – Thun

Schon wieder geht es in die Sonnenstube, dieses Mal heisst der Gegner FC Locarno. Locarno? Ja genau, der gleiche FC Locarno, der noch vor nicht allzu langer Zeit den FC Thun mit 4:1 abgefertigt hat.

Doch dieses mal sind die Vorzeichen anders, der FC Thun reist als Favorit ins Tessin. Dass wir mit drei Punkten nach Hause kommen, ist für uns Fans vor der Abfahrt keine Frage. Vielmehr beschäftigen wir uns damit, ob wir mit dem FCZ-Bus, der auf dem Lachenparkplatz steht, ins Tessin reisen sollen – schliesslich sind wir auch ein bisschen Champions League.

Nach einer dieses Mal Pannenfreien Fahrt kommen wir gut gelaunt im Stadion an, ein herrliches Fleckchen Erde direkt am See, man fühlt sich fast wie zu Hause. Schnell wird uns aber klar, dass wir wohl doch nur in der Challenge League sind, sage und schreibe 560 spettatori haben den Weg ins Lido gefunden. Immerhin waren 10% davon Thunfans, die von Anfang an mit guter Stimmung dafür sorgten, dass man sich doch noch wie an einem Fussballspiel fühlte.

Von dem war allerdings in der ersten Halbzeit auf dem Spielfeld nicht viel zu sehen, beide Mannschaften glänzten mit einem Hin-und-her-Gekicke, das sich kein Fussballfan freiwillig antun würde.

Der einzige Höhepunkt in den ersten 45 Minute war, dass der Schiedsrichter die Notbremse von Klose nicht geahndet hat. wer weiss wie das Spiel sonst ausgegangen wäre. Doch die Pause scheint den Thunern gut getan zu haben, in der 51. Minute erlöst uns Kukuruzovic mit dem Eins zu Null. Nun hiess es das Eins zu Null zu verwalten, was eigentlich auch recht gut gelang, oder war Locarno wirklich so schwach?

Die endgültige Erlösung dann in der 78. Minute – das obligatorische Tor unseres Fussballgottes Omar Pape Faye, der nur so nebenbei erwähnt nun die Torschützenliste der CL-League mit neun Treffern aus sieben Spielen anführt,

Schön wie die Mannschaft nach dem Spiel in die Kurve gekommen ist, ob wir allerdings die Leistung der Spieler oder die drei Punkte gefeiert haben, soll jeder für sich entscheiden, denn nicht nur der Nach-Hause-Weg dauert noch ein Weilchen, sondern auch die Meisterschaft.

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